Wann ist eine Kontrastleinwand die richtige Wahl?

Aktualisiert: 25. Juni 2019



Kontrastleinwände werden immer beliebter. Doch was unterscheidet sie überhaupt von den üblichen weißen Leinwänden und wann lohnt sich die Investition? Wir helfen bei der Entscheidung!


Die herkömmliche Leinwand besteht, für eine möglichst neutrale Wiedergabe, aus einer weißen, matten Fläche, die das einfallende Licht ohne große Verfremdungen in alle Richtungen reflektiert.

Dies führt jedoch zu zwei Problemen:

  1. Die Leinwand kann an sich kein "Schwarz" erzeugen, sondern reflektiert nur Licht. Somit erscheint nur dort "Schwarz" im Bild, wo absolut kein Licht hinfällt. Das "Schwarz" kann also nur so dunkel sein wie die Fläche auf welche projiziert wird. Das bedeutet, dass der dunkelste Schwarzwert im Bild = das Weiß der Leinwand ist. Für ein kontrastreiches Bild ist ein guter Schwarzwert jedoch sehr wichtig, sonst wirkt es schnell "ausgewaschen" oder "blass".

  2. Dadurch, dass das Licht unkontrolliert von der Leinwand reflektiert wird, entsteht extremes Streulicht an Wänden und Decke, welches wiederum zurück an die Leinwand reflektiert wird und das Weiß der Leinwand wieder heller erscheinen lässt, trotz abgedunkeltem Raum. Für die perfekte Bildqualität muss der Raum daher komplett Schwarz sein, damit er sämtliches Licht absorbiert und auf die Leinwand tatsächlich nur das Bild des Beamers gelangt.

Heimkino "Aus gut wird Wow" | Kino-im-Wohnzimmer

Nicht jeder möchte jedoch seinen Raum Schwarz streichen, falls die Leinwand zum Beispiel im Wohnzimmer installiert werden soll. Wie kann man diese Probleme also umgehen?

Genau dafür wurden Kontrastleinwände konzipiert. Kontrastleinwände haben einen eher grauen Grundton. Dadurch generieren sie einen höheren Schwarzwert und mindern Streulicht. Der Raum wirkt dunkler und die Leinwand kann sich mehr vom dunklen Raum "abheben". Eine graue Leinwand allein reicht jedoch nicht aus. Das Streulicht wird zwar gemindert, ist jedoch noch sehr stark gegeben.

Neben der Grautönung einer Kontrastleinwand gibt es noch einen zweiten Ansatz zur Kontrasterhöhung in hellen Räumen: So genannte „High Gain“ Leinwände reflektieren das Beamer Licht nicht gleichmäßig in alle Richtungen, sondern bündeln es wie eine Art virtueller Parabolspiegel in Richtung Zuschauer. Das bedeutet, dass zu den Seiten hin weniger Licht reflektiert wird als in Richtung Zuschauer. Somit wird nicht nur störendes Streulicht reduziert, die Helligkeit des Bildes aus Zuschauerposition wird gleichzeitig erhöht. 

Heimkino "Starlight" | Kino-im-Wohnzimmer

Das hört sich alles schön und gut an, jedoch hat auch die Kontrastleinwand Nachteile, auf welche wir aufmerksam machen möchten:


  1. Das sogenannte "Glitzern": Die Lichtbündelung in Richtung Zuschauer wird bei vielen Fabrikaten durch feine Glaspartikel erreicht, die in die Leinwand eingearbeitet sind. In gleichmäßigen Flächen erzeugen sie ein leichtes Funkeln, das das Bild ein wenig körnig erscheinen lässt. Achten Sie somit immer auf die Qualität der Kontrastleinwand!

  2. Dunklere Leinwand = dunkleres Bild: Nicht nur der Schwarzwert wird verdunkelt, sondern auch der Rest des Bildes, welches den Kontrastgewinn wieder relativiert. Die mögliche Grautönung limitiert erheblich die Lichtleistung des Beamers. Wenn man also eine Kontrastleinwand nutzen möchte, braucht man einen passenden lichtstarken Beamer dazu!

  3. Weniger Streulicht = kleineres Blickfeld: Dadurch, dass das Licht gebündelt auf den Zuschauer reflektiert wird, welcher direkt vor der Leinwand sitzt, ist es schwerer ein Bild aus anderen Positionen im Raum zu erkennen. Bei einem normalen Sitzabstand von Couch zu Leinwand, sollte dies jedoch kein Problem sein.

ZUSAMMENGEFASST: Kontrastleinwände lohnen sich in hellen Räumen mit evtl. Fenstern, welche man nicht abdunkeln kann oder möchte. Das könnten zum Beispiel helle Wohnzimmer, Besprechungsräume oder helle Privat-Kinos sein. Wer jedoch weite und mehrere Sitzabstände plant, dass man die Leinwand zum Beispiel von der Couch aus, aber auch der offenen Küche aus sehen soll, greift lieber wieder zur weißen oder einer einfachen grauen Leinwand.

Wer einen sehr gut abgedunkelten Raum mit schwarzen Wänden oder sogar Decken- bzw. Wandabsorbern hat, braucht nicht unbedingt eine Kontrastleinwand. Eine zu haben, schadet jedoch selbst im abgedunkelten Raum nicht.


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